Wo kommt Regenwald vor? Die großen Regenwaldgebiete
Tropischer Regenwald kommt im warmfeuchten Gürtel rund um den Äquator vor, etwa zwischen den Wendekreisen. Drei große Gebiete ragen heraus: der Amazonas-Regenwald in Südamerika als mit Abstand größter, das Kongobecken in Zentralafrika als zweitgrößter und die Regenwälder Südostasiens. Hinzu kommen kleinere Vorkommen in Mittelamerika, Westafrika, Nordaustralien und auf vielen tropischen Inseln.
Regenwälder sind an ein bestimmtes Klima gebunden und darum nicht gleichmäßig über die Erde verteilt. Wo Wärme und hohe Niederschläge zusammentreffen, entstehen sie, wo eines von beiden fehlt, nicht. Das erklärt ihre bandförmige Anordnung entlang des Äquators.
Wo auf der Erde wächst Regenwald?
Tropische Regenwälder liegen im Wesentlichen zwischen den Wendekreisen, den größten Teil findet man jedoch näher am Äquator, etwa zwischen zehn Grad nördlicher und zehn Grad südlicher Breite. In diesem Gürtel steht die Sonne ganzjährig hoch, die Temperaturen bleiben konstant warm, und aufsteigende feuchte Luftmassen sorgen für reichlich Regen. Genau dieses gleichförmig warmfeuchte Klima ist die Voraussetzung für den immerfeuchten Regenwald.
Welche drei großen Regenwaldgebiete gibt es?
Drei zusammenhängende Regenwaldregionen dominieren die Weltkarte. Der Amazonas-Regenwald in Südamerika ist der größte und beherbergt allein einen erheblichen Teil aller Regenwaldflächen der Erde. Das Kongobecken in Zentralafrika bildet den zweitgrößten zusammenhängenden Tropenwald. Die Regenwälder Südostasiens erstrecken sich über Inseln und Halbinseln zwischen dem asiatischen Festland und Australien.
| Gebiet | Lage | Ungefähre Fläche | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Amazonas | nördliches Südamerika | rund 5,5 Millionen km² | größter zusammenhängender Regenwald der Erde |
| Kongobecken | Zentralafrika | rund 2 Millionen km² | zweitgrößter Tropenwald, Heimat der Gorillas |
| Südostasien / Indonesien | Inselwelt zwischen Asien und Australien | mehrere hunderttausend km² | zersplittert auf viele Inseln, hoher Endemitenanteil |
Die Flächenangaben sind Näherungswerte, da sich die Grenzen des Waldes durch Abholzung laufend verschieben und je nach Definition unterschiedlich gezogen werden.
Gibt es noch weitere Regenwälder?
Ja. Neben den drei großen Blöcken existieren zahlreiche kleinere Vorkommen. Dazu zählen die Regenwälder Mittelamerikas und der Karibik, die westafrikanischen Küstenwälder, der atlantische Regenwald an der brasilianischen Küste, die Wälder Nordostaustraliens sowie viele tropische Inseln, etwa Neuguinea und Madagaskar. Gerade diese Inselwälder sind oft besonders reich an Arten, die nirgendwo sonst vorkommen. An tropischen Küsten kommt mit den Mangroven ein besonderer, salztoleranter Waldtyp hinzu, der im Gezeitenbereich wurzelt und viele Küstenlebensräume schützt. So klein manche dieser Vorkommen auch sind, ökologisch sind sie oft von großem Wert, weil sie isolierte Rückzugsräume für eng begrenzt verbreitete Arten bilden. Zusammengenommen zeigen sie, dass Regenwald überall dort gedeiht, wo Wärme und Feuchtigkeit dauerhaft zusammentreffen.
Was ist der Unterschied zwischen Tiefland- und Bergregenwald?
Regenwald verteilt sich nicht nur waagerecht über die Kontinente, sondern auch senkrecht über Höhenstufen. Der artenreiche Tieflandregenwald wächst bis in etwa 1.000 Meter Höhe. Darüber schließt sich der Bergregenwald an, der mit zunehmender Höhe kühler, niedriger und moosreicher wird. In feuchten Kammlagen bilden sich Nebel- oder Wolkenwälder, in denen die Bäume ihr Wasser teils direkt aus den Wolken kämmen. Diese Höhenstufung erklärt, warum sich Klima und Artenzusammensetzung schon auf engem Raum stark unterscheiden können und warum tropische Gebirge oft besonders viele nur dort vorkommende Arten beherbergen.
Warum liegen Regenwälder gerade am Äquator?
Am Äquator trifft die Sonneneinstrahlung das ganze Jahr über besonders steil auf. Die dadurch erwärmte Luft steigt auf, kühlt in der Höhe ab und regnet aus. Diese ständige Aufwärtsbewegung, Teil der sogenannten innertropischen Konvergenzzone, sorgt für die hohen, verlässlichen Niederschläge, die der Regenwald braucht. Weiter zu den Wendekreisen hin nimmt der Regen ab, und aus Regenwald werden erst Feucht- und Trockenwälder, dann Savannen. So erklärt die Zirkulation der Atmosphäre die weltweite Verteilung der Wälder und ihre Bedeutung fürs Klima.
Welches ist das größte Regenwaldgebiet der Welt?
Der Amazonas-Regenwald in Südamerika. Mit rund 5,5 Millionen Quadratkilometern ist er der größte zusammenhängende tropische Regenwald der Erde.
In welchen Ländern gibt es tropischen Regenwald?
Unter anderem in Brasilien, Peru, Kolumbien und weiteren Amazonasstaaten, in der Demokratischen Republik Kongo und ihren Nachbarn sowie in Indonesien, Malaysia und weiteren Ländern Südostasiens.
Warum wächst Regenwald nur in den Tropen?
Weil nur dort ganzjährig hohe Temperaturen und reichliche Niederschläge zusammenkommen. Fehlt eines von beiden, entstehen andere Vegetationsformen wie Trockenwälder oder Savannen.
Wie groß ist das Kongobecken?
Der Regenwald des Kongobeckens umfasst rund zwei Millionen Quadratkilometer und ist damit der zweitgrößte zusammenhängende Tropenwald nach dem Amazonas.
Mehr zu den einzelnen Gebieten bieten die Regionenseiten zum Amazonas, zum Kongobecken und zu Indonesien. Einen Einstieg ins Thema gibt die Seite Was ist ein Regenwald.
Die drei großen Regenwaldgebiete der Erde
Tropischer Regenwald wächst wie ein grünes Band entlang des Äquators, zwischen den Wendekreisen. Drei große Blöcke prägen das Bild: das Amazonasbecken in Südamerika ist mit rund 5,5 Millionen Quadratkilometern der mit Abstand größte zusammenhängende Regenwald der Welt und beherbergt die höchste Artenvielfalt überhaupt. Das Kongobecken in Zentralafrika (etwa 2 Millionen km²) ist der zweitgrößte und Heimat von Waldelefanten, Gorillas und Bonobos. Der dritte Block erstreckt sich über Südostasien und Ozeanien – von Indonesien und Malaysia über Borneo und Sumatra bis Neuguinea (rund 2,5 Millionen km²) – mit Orang-Utans, Nashornvögeln und der Rafflesie, der größten Blüte der Welt.
Warum wächst tropischer Regenwald nur am Äquator?
Am Äquator trifft die Sonne das ganze Jahr über nahezu senkrecht auf die Erde. Die warme, feuchte Luft steigt auf, kühlt ab und regnet wieder aus – die sogenannte innertropische Konvergenzzone sorgt für gleichmäßig hohe Temperaturen (meist 25–27 °C) und Niederschläge von oft über 2.000 Millimetern im Jahr, ohne echte Trockenzeit. Es gibt keine Jahreszeiten im europäischen Sinn: Es ist immer warm und feucht. Genau diese Konstanz erlaubt es dem Wald, ununterbrochen zu wachsen, und hat über Jahrmillionen die größte Artenfülle der Erde hervorgebracht.
Nicht nur am Äquator: gemäßigte Regenwälder
Regenwald ist nicht gleich Tropenwald. Auch in kühleren Zonen gibt es Regenwälder – überall dort, wo sehr viel Niederschlag fällt. Bekannte gemäßigte Regenwälder sind die moosbehangenen Nadelwälder der nordamerikanischen Pazifikküste, der Valdivianische Regenwald in Chile, Teile Neuseelands und Tasmaniens. Sie sind artenärmer als die Tropen, speichern in ihren riesigen alten Bäumen aber gewaltige Mengen Kohlenstoff.
Häufige Fragen zum Vorkommen
In welchen Ländern gibt es Regenwald?
Tropischen Regenwald gibt es in über 70 Ländern rund um den Äquator – die größten Flächen liegen in Brasilien, der Demokratischen Republik Kongo, Indonesien, Peru, Kolumbien und Papua-Neuguinea. Dazu kommen gemäßigte Regenwälder etwa in Kanada, Chile und Neuseeland.
Welcher ist der größte Regenwald der Welt?
Der Amazonas-Regenwald in Südamerika. Er erstreckt sich über rund 5,5 Millionen Quadratkilometer und neun Staaten, den Großteil davon Brasilien. Allein hier lebt schätzungsweise jede zehnte bekannte Art der Erde.