Afrikanischer Waldelefant (Loxodonta cyclotis)

Afrikanischer Waldelefant (Loxodonta cyclotis)

Der Afrikanische Waldelefant (Loxodonta cyclotis) ist kleiner als sein Verwandter in der Savanne und lebt in den Regenwäldern des Kongobeckens. Als „Gärtner des Waldes

Der Afrikanische Waldelefant (Loxodonta cyclotis) ist kleiner als sein Verwandter in der Savanne und lebt in den Regenwäldern des Kongobeckens. Als „Gärtner des Waldes“ verbreitet er die Samen großer Bäume über weite Strecken. Wegen der Wilderei auf Elfenbein ist er vom Aussterben bedroht.

Nicht jeder Elefant lebt in der offenen Savanne. Tief in den Regenwäldern Zentralafrikas zieht der Waldelefant auf schmalen Pfaden durch das dichte Grün. Lange galt er als bloße Unterart, heute weiß man: Er ist eine eigene Art – und einer der wichtigsten Baumeister des Regenwaldes.

VerbreitungRegenwälder Zentral- und Westafrikas, Schwerpunkt Kongobecken
Schulterhöheetwa 2–2,5 m – kleiner als der Savannenelefant
NahrungBlätter, Rinde, Zweige und sehr viele Früchte
Merkmalerundere Ohren, gerade nach unten weisende Stoßzähne
IUCN-Statusvom Aussterben bedroht (Critically Endangered)

Wie unterscheidet sich der Waldelefant vom Savannenelefanten?

Der Waldelefant ist kleiner und gedrungener als der bekannte Savannenelefant. Seine Ohren sind runder, und seine Stoßzähne weisen gerade nach unten statt geschwungen nach vorn – eine Anpassung an das Leben im dichten Wald, wo lange, gebogene Zähne im Geäst hinderlich wären. Genetische Untersuchungen haben gezeigt, dass sich beide schon vor sehr langer Zeit getrennt entwickelt haben und eigene Arten sind.

Warum nennt man den Waldelefanten den Gärtner des Waldes?

Der Waldelefant frisst enorme Mengen an Früchten und wandert dabei kilometerweit auf festen Pfaden durch den Wald. Die großen, harten Samen vieler Regenwaldbäume überstehen die Verdauung und werden weit vom Mutterbaum entfernt wieder ausgeschieden – zusammen mit einer Portion natürlichem Dünger. Manche Bäume mit besonders großen Samen sind fast vollständig auf den Waldelefanten als Verbreiter angewiesen. Verschwindet er, verändert sich langfristig die Zusammensetzung des gesamten Waldes.

Warum ist der Waldelefant so stark bedroht?

Die Elfenbeinwilderei hat den Waldelefanten an den Rand des Aussterbens gebracht. Sein besonders hartes, rosafarbenes Elfenbein ist begehrt, und im dichten Wald sind die Tiere schwer zu schützen. Weil sich Waldelefanten extrem langsam vermehren – ein Weibchen bekommt nur alle mehrere Jahre ein Junges –, wirken sich die Verluste dramatisch aus. Hinzu kommt die Zerstörung des Regenwaldes. Die IUCN stuft die Art deshalb als vom Aussterben bedroht ein.

Wusstest du das über den Waldelefanten?

Waldelefanten treffen sich an natürlichen Waldlichtungen mit mineralreichem Boden, den sogenannten Bais. Dort graben sie mit Rüssel und Stoßzähnen nach Salzen und Mineralien und begegnen anderen Familien. Diese Lichtungen sind die geheimen Treffpunkte des Regenwaldes – und für Forscher die besten Orte, um die scheuen Tiere überhaupt zu beobachten.

Ist der Waldelefant eine eigene Art?

Ja. Lange galt er als Unterart des Afrikanischen Elefanten, doch genetische Studien belegen, dass Wald- und Savannenelefant getrennte Arten sind.

Warum sind seine Stoßzähne gerade?

Gerade, nach unten weisende Stoßzähne verhaken sich im dichten Unterwuchs weniger als lange, gebogene – ein Vorteil im Wald.

Wie viele Waldelefanten gibt es noch?

Ihre Zahl ist durch Wilderei stark gesunken. Genaue Angaben sind schwierig, doch die Bestände gelten als klein und weiter rückläufig.

Wo lebt der Waldelefant?

Vor allem im Kongobecken, dem zweitgrößten Regenwald der Erde.

Weitere Säugetiere zeigt die Übersicht zur Tierwelt des Regenwaldes. Seinen Lebensraum beschreibt der Beitrag zum Kongobecken.