Der Puma (Puma concolor), auch Berglöwe oder Silberlöwe genannt, ist die Raubkatze mit der größten Verbreitung Amerikas. Vom Regenwald bis ins Hochgebirge jagt der einzelgängerische Pirschjäger. Trotz seiner Größe zählt er nicht zu den echten Großkatzen.
Der Puma ist ein Meister der Anpassung. Keine andere wildlebende Landsäugetierart Amerikas besiedelt ein so großes Gebiet – vom kanadischen Nadelwald über den amazonischen Regenwald bis zu den Anden und Patagonien. Der schlanke, muskulöse Jäger mit dem einfarbig sandbraunen Fell und dem langen Schwanz führt ein verborgenes Leben und bekommt Menschen nur selten zu Gesicht.
| Verbreitung | ganz Amerika, von Kanada bis Patagonien |
|---|---|
| Körperlänge | etwa 1,0–1,8 m, dazu bis 80 cm Schwanz |
| Gewicht | etwa 30–80 kg (Männchen größer) |
| Nahrung | Hirsche, Nagetiere, Affen, Vögel, kleinere Säuger |
| Lebensraum | vom Regenwald über Gebirge bis zur Halbwüste |
| IUCN-Status | nicht gefährdet (Least Concern), regional bedroht |
Ist der Puma eine Großkatze?
Obwohl er größer sein kann als ein Leopard, gehört der Puma nicht zu den „echten“ Großkatzen wie Jaguar, Löwe oder Tiger. Der Grund liegt im Kehlkopf: Puma und Kleinkatzen können nicht brüllen, sondern nur schnurren, fauchen und pfeifen. Deshalb zählt der Puma trotz seiner Größe zu den Kleinkatzen – er ist die zweitgrößte Katze Amerikas, gleich hinter dem Jaguar.
Wie jagt der Puma?
Der Puma ist ein reiner Pirsch- und Lauerjäger. Lautlos schleicht er sich an seine Beute heran und überwältigt sie mit einem kraftvollen Sprung – er kann aus dem Stand mehrere Meter weit und hoch springen. Große Beutetiere wie Hirsche tötet er mit einem gezielten Nackenbiss. Was er nicht sofort frisst, verscharrt er unter Laub und kehrt später zurück. In Regenwaldgebieten teilt er sich den Lebensraum mit dem Jaguar, weicht diesem aber meist aus und jagt oft kleinere Beute.
Welche Rolle spielt der Puma im Ökosystem?
Als Spitzenräuber reguliert der Puma die Bestände von Pflanzenfressern und hält so das ökologische Gleichgewicht. Wo große Räuber fehlen, vermehren sich Hirsche und Nager stark und fressen die Vegetation kahl – mit Folgen für den ganzen Wald. Der Puma ist daher, wie der Jaguar, eine Schlüsselart. Bedroht wird er vor allem durch die Zerschneidung seiner riesigen Reviere und durch Konflikte mit Viehhaltern.
Wusstest du das über den Puma?
Der Puma trägt weltweit die meisten Namen aller Tiere – über vierzig, darunter Berglöwe, Silberlöwe, Kuguar und Panther. Diese Vielfalt spiegelt sein riesiges Verbreitungsgebiet und die vielen Sprachen der Menschen wider, die mit ihm leben. Trotz seiner Größe greift der scheue Puma Menschen nur äußerst selten an.
Kann ein Puma brüllen?
Nein. Anders als Jaguar oder Löwe kann der Puma nicht brüllen, sondern nur schnurren, fauchen und schrille Pfeiflaute ausstoßen. Deshalb zählt er zu den Kleinkatzen.
Was ist der Unterschied zwischen Puma, Jaguar und Panther?
Puma und Jaguar sind verschiedene Arten; der Jaguar ist gefleckt und kräftiger. „Panther“ ist kein eigener Name, sondern eine Sammelbezeichnung – in Amerika oft für schwarze Jaguare oder eben den Puma.
Ist der Puma für Menschen gefährlich?
Angriffe sind extrem selten. Der Puma meidet den Menschen. Begegnungen enden fast immer damit, dass sich die scheue Katze zurückzieht.
Lebt der Puma im Regenwald?
Ja, unter anderem. Er ist aber ein Anpassungskünstler und besiedelt fast alle Lebensräume Amerikas, vom Regenwald bis ins Hochgebirge.
Weitere Raubtiere und Katzen der Tropen zeigt die Übersicht zur Tierwelt des Regenwaldes. Die größte Raubkatze des Regenwaldes beschreibt der Beitrag zum Jaguar.
