Ozelot (Leopardus pardalis)

Ozelot (Leopardus pardalis)

Der Ozelot (Leopardus pardalis) ist eine mittelgroße, nachtaktive Wildkatze der amerikanischen Tropen mit auffällig gemustertem Fell. Als geschickter Kletterer und Schwimmer jagt er vor allem Nagetiere und Vögel. Er wiegt acht bis sechzehn Kilogramm. Nach der Felljagd-Ära gelten die Bestände heute als stabil.

Der Ozelot (Leopardus pardalis) ist eine mittelgroße, nachtaktive Wildkatze der amerikanischen Tropen mit auffällig gemustertem Fell. Als geschickter Kletterer und Schwimmer jagt er vor allem Nagetiere und Vögel. Er wiegt acht bis sechzehn Kilogramm. Nach der Felljagd-Ära gelten die Bestände heute als stabil.

Der Ozelot ist die zweitgrößte Katze Südamerikas nach dem Jaguar und wirkt wie eine verkleinerte Ausgabe eines Leoparden. Sein Fell aus Rosetten, Streifen und Flecken tarnt ihn perfekt im wechselnden Licht des Waldbodens. Als heimlicher Einzelgänger bekommt man den Ozelot nur selten zu Gesicht.

VerbreitungMittel- und Südamerika, vom Süden der USA bis Nordargentinien
Körperlänge65–100 cm, zusätzlich 30–45 cm Schwanz
Gewicht8–16 kg
NahrungNagetiere, Kaninchen, Vögel, Reptilien, Fische und Krebse
LebensraumRegenwald, Mangroven und dichtes Buschland; jagt am Boden
IUCN-Statusnicht gefährdet (Least Concern)

Wie jagt der Ozelot?

Der Ozelot ist überwiegend nachts unterwegs. Er ist ein sogenannter Pirsch- und Lauerjäger: Auf leisen Pfoten durchstreift er sein Revier, ertastet und erlauscht Beute mit hervorragendem Gehör und Nachtsehen und schlägt dann blitzschnell zu. Über neunzig Prozent seiner Beute sind kleine Tiere, vor allem Nagetiere. Als geschickter Kletterer erbeutet er auch Vögel und schlafende Affen, und als guter Schwimmer holt er Fische und Krebse aus dem Wasser.

Warum wurde der Ozelot fast ausgerottet?

Im 20. Jahrhundert war der Ozelot wegen seines schön gemusterten Fells eines der begehrtesten Pelztiere überhaupt. Hunderttausende Tiere wurden für den internationalen Pelzhandel getötet, bis die Bestände zusammenbrachen. Erst strenge Handelsverbote über das Washingtoner Artenschutzabkommen stoppten diesen Aderlass. Heute haben sich viele Bestände erholt, sodass die Art insgesamt wieder als nicht gefährdet gilt – regional bleibt sie jedoch durch Lebensraumverlust bedroht.

Lebt der Ozelot allein?

Ja. Ozelots sind territoriale Einzelgänger. Männchen und Weibchen besetzen jeweils eigene Reviere, die sie mit Duftmarken kennzeichnen; das Revier eines Männchens überlappt oft mit denen mehrerer Weibchen. Nur zur Paarung kommen die Tiere zusammen. Das Weibchen zieht meist ein einziges Junges über viele Monate allein groß.

Wusstest du das über den Ozelot?

Kein Ozelot gleicht dem anderen: Die Musterung aus Rosetten und Streifen ist so individuell wie ein Fingerabdruck. Forscher nutzen das, um mit Fotofallen einzelne Tiere zu erkennen und ihre Bestände zu zählen. Trotz seiner Kletterkünste jagt der Ozelot – anders als viele Katzen – seine Beute überwiegend am Boden.

Ist der Ozelot mit dem Jaguar verwandt?

Beide sind Katzen der amerikanischen Tropen, gehören aber verschiedenen Gattungen an. Der Jaguar ist deutlich größer und kräftiger; der Ozelot zählt zu den kleineren Pardelkatzen.

Ist der Ozelot für Menschen gefährlich?

Nein. Er ist scheu und meidet den Menschen. Für seine kleine Beute ist er ein effektiver Jäger, für Menschen aber ungefährlich.

Wie groß ist ein Ozelot im Vergleich zur Hauskatze?

Deutlich größer: Ein Ozelot wiegt etwa das Doppelte bis Vierfache einer Hauskatze und wirkt kräftiger und langbeiniger.

Wann ist der Ozelot aktiv?

Vor allem nachts und in der Dämmerung. Tagsüber ruht er versteckt im dichten Unterwuchs oder auf Ästen.

Weitere Raubtiere und Säuger zeigt die Übersicht zur Tierwelt des Regenwaldes. Welche Schichten des Waldes seine Beute bewohnt, erklärt der Beitrag zu den Stockwerken des Regenwaldes.