Malaienbär (Helarctos malayanus)

Malaienbär (Helarctos malayanus)

Der Malaienbär (Helarctos malayanus) ist der kleinste Bär der Welt und lebt in den Regenwäldern Südostasiens. Mit seiner extrem langen Zunge holt er Honig und Insekten aus Baumhöhlen. Auf der Brust trägt er einen hellen Fleck. Durch Waldverlust und Wilderei ist er gefährdet.

Der Malaienbär (Helarctos malayanus) ist der kleinste Bär der Welt und lebt in den Regenwäldern Südostasiens. Mit seiner extrem langen Zunge holt er Honig und Insekten aus Baumhöhlen. Auf der Brust trägt er einen hellen Fleck. Durch Waldverlust und Wilderei ist er gefährdet.

Der Malaienbär ist ein wenig bekannter, aber faszinierender Bewohner der südostasiatischen Wälder. Als kleinster aller Bären wirkt er fast zierlich, ist aber ein geschickter Kletterer und ein wichtiger Baumeister des Waldes. Sein zweiter Name „Sonnenbär“ spielt auf den hellen, oft sichelförmigen Fleck auf seiner Brust an.

VerbreitungRegenwälder Südostasiens, u. a. Borneo, Sumatra und das Festland
Größekleinster Bär der Welt; 25–65 kg
NahrungInsekten, Honig, Früchte, kleine Tiere – Allesfresser
Besonderheitsehr lange Zunge (bis 25 cm); heller Brustfleck
IUCN-Statusgefährdet (Vulnerable)

Wozu dient dem Malaienbär die lange Zunge?

Der Malaienbär trägt eine ungewöhnlich lange Zunge, mit der er Honig, Bienen und Insektenlarven tief aus Baumhöhlen und Termitenbauten holt. Mit seinen kräftigen, gebogenen Krallen reißt er das Holz auf und leckt die Beute heraus. Wegen dieser Vorliebe für Honig wird er auch „Honigbär“ genannt. Beim Öffnen der Baumstämme schafft er nebenbei Höhlen, die später anderen Tieren als Unterschlupf dienen.

Wie lebt der Malaienbär im Regenwald?

Der Malaienbär ist ein ausgezeichneter Kletterer und verbringt viel Zeit in den Bäumen, wo er ruht, frisst und sich Nester aus Zweigen baut. Er ist meist dämmerungs- und nachtaktiv und lebt als Einzelgänger. Als Allesfresser passt er seinen Speiseplan dem Angebot an: Mal frisst er Früchte und verbreitet dabei Samen, mal plündert er ein Insektennest. Damit erfüllt er im Wald gleich mehrere wichtige Aufgaben.

Warum ist der Malaienbär bedroht?

Wie viele Waldtiere Südostasiens leidet der Malaienbär unter der Rodung für Palmöl und Holz. Hinzu kommt die Wilderei: Bärengalle und Körperteile werden illegal gehandelt, und Jungtiere landen im Heimtierhandel. Weil der Bär große, intakte Wälder braucht und sich langsam vermehrt, treffen ihn diese Verluste hart. Die IUCN führt ihn als gefährdet.

Wusstest du das über den Malaienbär?

Der helle Brustfleck des Malaienbären ist bei jedem Tier anders geformt – so individuell wie ein Fingerabdruck. Einer Überlieferung nach erinnert er an die aufgehende Sonne, was dem Bären den Namen „Sonnenbär“ einbrachte. Trotz seiner geringen Größe hat er im Verhältnis einen der kräftigsten Bisse aller Bären, mit dem er harte Früchte und Holz knacken kann.

Ist der Malaienbär wirklich der kleinste Bär?

Ja. Mit einem Gewicht von meist unter 65 Kilogramm ist er die kleinste aller acht Bärenarten der Welt.

Warum heißt er auch Sonnenbär?

Wegen des hellen, oft sichelförmigen Flecks auf seiner Brust, der an eine aufgehende Sonne erinnert.

Ist der Malaienbär gefährlich?

Er meidet den Menschen, kann sich aber mit kräftigen Krallen und einem starken Biss wehren, wenn er sich bedroht fühlt.

Wo lebt der Malaienbär?

In den Regenwäldern Südostasiens, unter anderem auf Borneo und Sumatra.

Weitere Säugetiere zeigt die Übersicht zur Tierwelt des Regenwaldes. Seinen Lebensraum beschreibt der Beitrag zum Regenwald in Indonesien.