Gorillas

Gorillas

Gorillas sind die größten lebenden Menschenaffen und bewohnen die Regenwälder Zentralafrikas rund um das Kongobecken. Sie ernähren sich überwiegend pflanzlich und leben in Familienverbänden, die von einem Silberrücken angeführt werden. Beide Gorilla-Arten sind vom Aussterben bedroht, einzelne Unterarten stark gefährdet.

Gorillas sind die größten lebenden Menschenaffen und bewohnen die Regenwälder Zentralafrikas rund um das Kongobecken. Sie ernähren sich überwiegend pflanzlich und leben in Familienverbänden, die von einem Silberrücken angeführt werden. Beide Gorilla-Arten sind vom Aussterben bedroht, einzelne Unterarten stark gefährdet.

Gorillas sind unsere nächsten Verwandten unter den großen Menschenaffen und die kräftigsten Primaten der Welt. Man unterscheidet zwei Arten: den Westlichen Gorilla (Gorilla gorilla) und den Östlichen Gorilla (Gorilla beringei). Zu Letzterem gehört als Unterart der bekannte Berggorilla. Trotz ihrer beeindruckenden Kraft sind Gorillas überwiegend friedliche, gesellige Pflanzenfresser.

VerbreitungZentralafrika, tropische Wälder rund um das Kongobecken
Körperlängeaufgerichtet ca. 1,25–1,8 m Körperhöhe
GewichtWeibchen ca. 70–90 kg, Männchen (Silberrücken) ca. 140–200 kg
NahrungPflanzenfresser: Blätter, Stängel, Mark, Kräuter und Früchte
LebensraumTiefland- und Bergregenwald; überwiegend am Waldboden und im Unterwuchs
IUCN-Statusbeide Arten vom Aussterben bedroht (Critically Endangered); Berggorilla als Unterart gefährdet (Endangered)

Wo leben Gorillas?

Gorillas kommen ausschließlich in den tropischen Wäldern Zentralafrikas vor. Der Westliche Gorilla bewohnt vor allem die Tieflandwälder rund um das Kongobecken, während der Östliche Gorilla weiter östlich lebt, teils in feuchten Bergwäldern in großen Höhen. Anders als viele andere Regenwaldtiere halten sich Gorillas überwiegend am Boden und im dichten Unterwuchs auf. Sie bauen jede Nacht ein neues Schlafnest, meist am Boden aus Zweigen und Blättern.

Wovon ernähren sich Gorillas?

Gorillas sind überwiegend Pflanzenfresser. Ihre Nahrung besteht vor allem aus Blättern, Stängeln, Mark und Kräutern, ergänzt durch Früchte, wenn diese verfügbar sind. Tiefland-Gorillas fressen mehr Früchte, Berggorillas dagegen fast ausschließlich grüne Pflanzenteile, weil in der Höhe weniger Obst wächst. Gelegentlich nehmen sie auch Insekten wie Ameisen oder Termiten zu sich. Ein ausgewachsener Silberrücken verzehrt täglich viele Kilogramm Pflanzenmaterial.

Wie leben Gorillas zusammen?

Gorillas leben in stabilen Familienverbänden, die meist von einem dominanten, ausgewachsenen Männchen angeführt werden. Diese Männchen tragen an Rücken und Hüften silbergraues Fell und werden deshalb Silberrücken genannt. Eine Gruppe umfasst in der Regel mehrere Weibchen mit ihren Jungtieren. Der Silberrücken schützt die Familie, schlichtet Streit und entscheidet, wohin die Gruppe zieht. Das berühmte Brusttrommeln dient dabei vor allem der Kommunikation und dem Imponieren.

Sind Gorillas gefährdet?

Ja, und zwar dramatisch. Beide Gorilla-Arten werden von der IUCN als vom Aussterben bedroht (Critically Endangered) eingestuft. Nur der Berggorilla, eine Unterart des Östlichen Gorillas, konnte dank intensiver Schutzbemühungen leicht zunehmen und gilt als gefährdet (Endangered). Hauptursachen für den Rückgang sind Wilderei, Krankheiten wie Ebola sowie der Verlust des Lebensraums durch Abholzung und Bergbau. Der Schutz der letzten großen Waldgebiete ist für ihr Überleben entscheidend.

Sind Gorillas gefährlich für Menschen?

Gorillas sind grundsätzlich friedlich und meiden Menschen. Silberrücken können bei Bedrohung imponieren, greifen aber selten wirklich an. Die meisten Konflikte entstehen erst, wenn sich Tiere in die Enge getrieben fühlen.

Wie eng sind Gorillas mit dem Menschen verwandt?

Gorillas gehören zu den Menschenaffen und teilen einen sehr großen Teil ihres Erbguts mit dem Menschen. Nach Schimpansen und Bonobos zählen sie zu unseren nächsten lebenden Verwandten.

Was ist ein Silberrücken?

So nennt man ein ausgewachsenes Gorilla-Männchen. Mit der Geschlechtsreife färbt sich das Rückenfell silbergrau. Der Silberrücken führt und beschützt die Familiengruppe.

Wie viele Gorillas gibt es noch?

Die Bestände sind schwer zu zählen und rückläufig. Der stark bedrohte Berggorilla umfasst nur rund tausend Tiere, während die Tiefland-Gorillas zwar zahlreicher, aber ebenfalls stark gefährdet sind.

Weitere Bewohner der afrikanischen Tropenwälder findest du in der Übersicht zur Tierwelt des Regenwaldes. Mehr über ihren Lebensraum verrät das Porträt der Region Kongobecken.