Glasfrosch (Centrolenidae)

Glasfrosch (Centrolenidae)

Der Glasfrosch (Familie Centrolenidae) trägt eine durchsichtige Bauchhaut, durch die man Herz, Leber und Eingeweide sehen kann. Die winzigen Frösche leben in den Regenwäldern Mittel- und Südamerikas an Bächen. Die Männchen bewachen die Gelege an Blättern über dem Wasser.

Der Glasfrosch (Familie Centrolenidae) trägt eine durchsichtige Bauchhaut, durch die man Herz, Leber und Eingeweide sehen kann. Die winzigen Frösche leben in den Regenwäldern Mittel- und Südamerikas an Bächen. Die Männchen bewachen die Gelege an Blättern über dem Wasser.

Der Glasfrosch gehört zu den erstaunlichsten Tieren des Regenwaldes: Dreht man ihn um, blickt man wie durch ein Fenster direkt in seinen Körper. Sein durchscheinender Bauch gibt den Blick auf das schlagende Herz und die inneren Organe frei – eine Tarnung, die zugleich zu den kuriosesten Anpassungen der Natur zählt.

Verbreitungtropische Regenwälder Mittel- und Südamerikas
Größemeist nur 2–3 cm
Nahrungkleine Insekten und Spinnen
LebensraumBlätter über Bächen und Flüssen im feuchten Wald
Besonderheitdurchsichtige Bauchhaut; Männchen bewachen die Eier

Warum ist der Glasfrosch durchsichtig?

Die Bauchhaut vieler Glasfrösche ist so klar, dass Herz, Leber, Magen und Darm sichtbar sind. Der Rücken dagegen ist meist blassgrün. Diese Durchsichtigkeit ist ein raffinierter Tarnmechanismus: Da die Ränder des Frosches im Licht fast durchscheinend werden, verschwimmt seine Silhouette auf einem Blatt und ist für Fressfeinde schwer zu erkennen. Forscher fanden zudem heraus, dass manche Glasfrösche im Schlaf einen Großteil ihrer roten Blutkörperchen in der Leber „verstecken“ und dadurch noch durchsichtiger werden.

Wie kümmern sich Glasfrösche um ihren Nachwuchs?

Glasfrösche legen ihre Eier auf Blätter, die über einem Bach hängen. Bei vielen Arten bewacht das Männchen das Gelege und hält es feucht, bis die Kaulquappen schlüpfen. Sind sie so weit, lassen sie sich einfach ins Wasser fallen und wachsen dort heran. Dieses Brutverhalten an der Grenze zwischen Land und Wasser ist eine clevere Lösung: Die Eier sind vor Wasserräubern sicher, die Larven landen aber trotzdem im schützenden Bach.

Warum sind Glasfrösche wichtige Zeigetiere?

Wie viele Frösche haben Glasfrösche eine sehr durchlässige Haut und reagieren empfindlich auf Umweltgifte und Veränderungen. Wo sie leben, ist das Gewässer meist noch sauber und der Wald intakt. Verschwinden sie, deutet das oft auf Verschmutzung oder Lebensraumverlust hin. Amphibien gehören weltweit zu den am stärksten bedrohten Tiergruppen, weshalb der Glasfrosch auch ein Frühwarnsystem für den Zustand des Waldes ist.

Wusstest du das über den Glasfrosch?

Bei manchen Glasfröschen ist sogar das Herz von außen zu sehen. Weil sich die roten Blutkörperchen tagsüber in der Leber sammeln, wirkt das Blut dann fast durchsichtig – ein Trick, mit dem der Frosch beim Schlafen auf einem Blatt nahezu unsichtbar wird.

Kann man wirklich das Herz des Glasfrosches sehen?

Ja, bei vielen Arten. Die durchsichtige Bauchhaut gibt den Blick auf Herz und innere Organe frei.

Wie groß ist ein Glasfrosch?

Sehr klein – die meisten Arten messen nur zwei bis drei Zentimeter.

Warum ist die Durchsichtigkeit nützlich?

Sie lässt die Umrisse des Frosches auf einem Blatt verschwimmen und macht ihn für Fressfeinde schwer erkennbar.

Sind Glasfrösche giftig?

Anders als die Pfeilgiftfrösche sind Glasfrösche nicht stark giftig. Ihr Schutz beruht vor allem auf Tarnung.

Weitere Amphibien und Kleintiere zeigt die Übersicht zur Tierwelt des Regenwaldes. Einen giftigen Verwandten stellt der Pfeilgiftfrosch vor.