Basilisk (Basiliscus)

Basilisk (Basiliscus)

Der Basilisk (Basiliscus) ist eine Echse aus den Regenwäldern Mittelamerikas, die auf ihren Hinterbeinen über Wasser rennen kann. Dieses Kunststück brachte ihr den Namen „Jesus-Christus-Echse

Der Basilisk (Basiliscus) ist eine Echse aus den Regenwäldern Mittelamerikas, die auf ihren Hinterbeinen über Wasser rennen kann. Dieses Kunststück brachte ihr den Namen „Jesus-Christus-Echse“ ein. Die Männchen tragen auffällige Kämme auf Kopf, Rücken und Schwanz.

Der Basilisk ist einer der auffälligsten Bewohner der Flussufer im mittelamerikanischen Regenwald. Die schlanke, oft leuchtend grüne Echse mit ihren segelartigen Hautkämmen wirkt wie ein kleiner Drache. Bekannt wurde sie aber vor allem durch eine spektakuläre Fähigkeit: Bei Gefahr flitzt sie aufrecht auf den Hinterbeinen über die Wasseroberfläche davon.

VerbreitungRegenwälder Mittel- und des nördlichen Südamerikas
Körperlängebis etwa 70–80 cm einschließlich Schwanz
NahrungInsekten, kleine Wirbeltiere, Früchte, Blüten
LebensraumUfer von Flüssen und Bächen im Regenwald
Besonderheitrennt über Wasser („Jesus-Christus-Echse“)
IUCN-Statusnicht gefährdet (Least Concern)

Wie kann der Basilisk über Wasser laufen?

Das Geheimnis steckt in Tempo und Fußform. Der Basilisk hat an den Hinterfüßen lange Zehen mit Hautsäumen, die er beim Auftreten spreizt. Schlägt er sie sehr schnell auf die Wasseroberfläche, entsteht für den Bruchteil einer Sekunde eine kleine Luftblase, die ihn trägt – bevor der Fuß wieder herausgerissen wird und der nächste Schritt folgt. So kann ein Basilisk mehrere Meter weit über das Wasser sprinten, ehe er einsinkt und weiterschwimmt. Junge, leichte Tiere schaffen das am besten.

Warum tut er das überhaupt?

Das Wasserrennen ist ein Fluchttrick. Lauert am Ufer ein Fressfeind – eine Schlange, ein Greifvogel oder ein größeres Säugetier –, kann der Basilisk blitzschnell über den nächsten Bach oder Fluss entkommen, wo ihm viele Verfolger nicht folgen können. Fällt er doch ins Wasser, ist er auch ein guter Schwimmer und Taucher und kann minutenlang untertauchen. Diese Kombination aus Rennen, Schwimmen und Tauchen macht ihn erstaunlich schwer zu fangen.

Wie lebt der Basilisk im Regenwald?

Basilisken sind tagaktiv und halten sich fast immer in der Nähe von Wasser auf – auf Ästen, Steinen und im Uferdickicht. Sie sind Allesfresser und vertilgen Insekten, Spinnen, kleine Echsen und Frösche ebenso wie Früchte und Blüten. Die Männchen sind größer und tragen die auffälligsten Kämme, mit denen sie Rivalen beeindrucken und Weibchen umwerben. Nachts schlafen sie gern auf Ästen über dem Wasser, um sich bei Gefahr einfach hinabfallen zu lassen.

Wusstest du das über den Basilisk?

Der Name stammt vom „Basilisk“ der Sagenwelt, einem fabelhaften Schlangenkönig – wegen der kronenartigen Kämme auf dem Kopf der Echse. Mit dem giftigen Fabelwesen hat das harmlose Tier aber nichts gemein. In Costa Rica und Panama gehört der leuchtend grüne Stirnlappenbasilisk zu den beliebtesten Fotomotiven an Dschungelflüssen.

Ist der Basilisk giftig oder gefährlich?

Nein. Basilisken sind harmlose Echsen ohne Gift. Sie fliehen bei Gefahr, statt anzugreifen.

Wie weit kann ein Basilisk über Wasser rennen?

Kleine, leichte Tiere schaffen mehrere Meter am Stück, ehe sie einsinken und weiterschwimmen. Größere, schwerere Basilisken sinken schneller ein.

Warum heißt er Jesus-Christus-Echse?

Weil er scheinbar „über das Wasser läuft“ – eine Anspielung auf die biblische Erzählung. In der Region trägt er entsprechende Spitznamen.

Wo kann man Basilisken sehen?

An Flüssen und Bächen in den Regenwäldern Mittelamerikas, etwa in Costa Rica und Panama. Mit etwas Geduld entdeckt man sie oft regungslos am Ufer.

Weitere Reptilien und Uferbewohner der Tropen zeigt die Übersicht zur Tierwelt des Regenwaldes. Wie das Leben am Waldboden und am Wasser abläuft, erklärt der Beitrag zu den Stockwerken des Regenwaldes.