Regenwald-Kompendium

Tierwelt

Der tropische Regenwald ist der artenreichste Lebensraum der Erde: Auf nur wenigen Prozent der Landfläche lebt mehr als die Hälfte aller bekannten Tierarten. Jedes Stockwerk – vom feuchten Waldboden bis ins sonnige Kronendach – hat seine Spezialisten, vom pirschenden Jaguar über das reglose Faultier bis zum leuchtend bunten Ara in den Wipfeln.

Nirgends drängt sich das Leben so dicht wie im Regenwald. Insekten, Amphibien, Reptilien, Vögel und Säugetiere teilen sich denselben Raum, indem sie sich auf unterschiedliche Etagen, Nahrung und Tageszeiten spezialisieren. Wie sich Tiere zwischen Waldboden, Unterholz und Kronendach verteilen, zeigt anschaulich unsere Seite zu den Stockwerken des Regenwaldes.

In diesem Bereich stellen wir die eindrucksvollsten Bewohner in Steckbriefen vor – mit Verbreitung, Lebensraum, Nahrung und Gefährdungsstatus. So wird greifbar, wie eng Räuber und Beute, Bestäuber und Pflanzen in diesem Ökosystem zusammenhängen.

Schuppentier (Pangolin)

Schuppentier (Pangolin)

Das Schuppentier (Pangolin) ist das einzige Säugetier mit einem Panzer aus echten Hornschuppen. Es lebt in den Wäldern Asiens und Afrikas, frisst Ameisen und Termiten und rollt sich bei Gefahr zur Kugel. Es gilt als das meistgewilderte Säugetier der Welt.

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Rotaugenlaubfrosch (Agalychnis callidryas)

Rotaugenlaubfrosch (Agalychnis callidryas)

Der Rotaugenlaubfrosch (Agalychnis callidryas) ist mit seinen leuchtend roten Augen, dem grünen Körper und den blau-orangen Flanken einer der bekanntesten Frösche der Welt. Er lebt in den Regenwäldern Mittelamerikas und ist ein Sinnbild für Artenschutz und Tropennatur.

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Puma (Puma concolor)

Puma (Puma concolor)

Der Puma (Puma concolor), auch Berglöwe oder Silberlöwe genannt, ist die Raubkatze mit der größten Verbreitung Amerikas. Vom Regenwald bis ins Hochgebirge jagt der einzelgängerische Pirschjäger. Trotz seiner Größe zählt er nicht zu den echten Großkatzen.

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Amazonas-Manati (Trichechus inunguis)

Amazonas-Manati (Trichechus inunguis)

Der Amazonas-Manati (Trichechus inunguis) ist eine reine Süßwasser-Seekuh und lebt ausschließlich in den Flüssen des Amazonasbeckens. Der friedliche Pflanzenfresser wird über zwei Meter lang. Jahrzehntelange Jagd hat den scheuen Riesen stark dezimiert.

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Baumkänguru (Dendrolagus)

Baumkänguru (Dendrolagus)

Baumkängurus (Dendrolagus) sind Beuteltiere, die anders als ihre hüpfenden Verwandten in den Bäumen der Regenwälder Neuguineas und Nordostaustraliens leben. Mit kräftigen Vorderbeinen und langem Schwanz klettern sie durchs Kronendach. Viele Arten sind stark bedroht.

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Wickelbär (Potos flavus)

Wickelbär (Potos flavus)

Der Wickelbär (Potos flavus) ist ein kleines, nachtaktives Säugetier der Regenwälder Mittel- und Südamerikas. Mit seinem Greifschwanz turnt er durch die Baumkronen und nascht Früchte und Nektar. Trotz des Namens ist er kein Bär, sondern ein Kleinbär – verwandt mit dem Waschbären.

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Helmkasuar (Casuarius casuarius)

Helmkasuar (Casuarius casuarius)

Der Helmkasuar (Casuarius casuarius) ist ein großer, flugunfähiger Vogel aus den Regenwäldern Neuguineas und Nordostaustraliens. Mit seinem knöchernen Helm, dem blauen Hals und der dolchartigen Kralle gilt er als einer der gefährlichsten Vögel – und als wichtiger Samenverbreiter.

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Riesengürteltier (Priodontes maximus)

Riesengürteltier (Priodontes maximus)

Das Riesengürteltier (Priodontes maximus) ist die größte Gürteltierart der Welt und wird bis zu 1,5 Meter lang. Mit gewaltigen Klauen gräbt es Termitenbauten auf und lebt versteckt in den Wäldern und Savannen Südamerikas. Die IUCN führt es als gefährdet.

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Flughund (Pteropus)

Flughund (Pteropus)

Flughunde (Pteropus) sind die größten Fledertiere der Welt, mit Flügelspannweiten bis zu 1,7 Metern. Anders als heimische Fledermäuse fressen sie Früchte und Nektar und orientieren sich mit den Augen. Als Samenverbreiter und Bestäuber sind sie für den Regenwald unverzichtbar.

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Basilisk (Basiliscus)

Basilisk (Basiliscus)

Der Basilisk (Basiliscus) ist eine Echse aus den Regenwäldern Mittelamerikas, die auf ihren Hinterbeinen über Wasser rennen kann. Dieses Kunststück brachte ihr den Namen „Jesus-Christus-Echse

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