Thailand beherbergt uralte Regenwälder – vom Bergwald des Nordens bis zum tropischen Süden mit dem Khao-Sok-Nationalpark, dessen Wald älter ist als der Amazonas. Elefanten, Gibbons und Nashornvögel leben hier. Wilderei und Plantagen bedrohen die letzten großen Waldgebiete.
Zwischen Reisfeldern und Traumstränden bewahrt Thailand einige der eindrucksvollsten Regenwälder Südostasiens. Im gebirgigen Norden wachsen immergrüne Bergwälder, im schmalen Süden dampfende Tieflandregenwälder, aus denen bizarre Kalksteinberge aufragen. Der bekannteste ist der Khao-Sok-Nationalpark, dessen Urwald zu den ältesten der Welt zählt.
| Lage | Südostasien, zwischen Andamanensee und Golf von Thailand |
|---|---|
| Bekanntestes Gebiet | Khao-Sok-Nationalpark (Süden) |
| Besonderheit | Regenwald teils älter als der Amazonas |
| Typische Tiere | Asiatischer Elefant, Gibbons, Nashornvögel, Malaienbär |
| Hauptbedrohung | Wilderei, Palmöl- und Kautschukplantagen, Tourismusdruck |
Wo liegt der Regenwald in Thailand?
Die größten zusammenhängenden Wälder liegen im gebirgigen Norden und Westen an der Grenze zu Myanmar sowie im tropischen Süden. Ein Höhepunkt ist der Khao-Sok-Nationalpark mit seinem türkisen Stausee Cheow Lan, aus dem steile, dschungelbewachsene Kalkfelsen ragen. Hier wächst uralter Regenwald, der die Eiszeiten überdauert hat und deshalb besonders artenreich ist – hier blüht auch die riesige Rafflesie.
Welche Tiere leben in Thailands Wäldern?
Durch die Wälder ziehen wilde Asiatische Elefanten, in den Baumkronen turnen und singen Gibbons, deren Rufe morgens weit durch den Wald hallen. Dazu kommen Nashornvögel, Malaienbären, Tapire und – sehr selten geworden – Tiger und Leoparden. In den Flüssen und Höhlen leben zahllose weitere Arten. Viele dieser Tiere sind durch Wilderei stark bedroht.
Was bedroht die thailändischen Wälder?
Über Jahrzehnte wurde ein großer Teil des Tieflandwaldes für Reis-, Kautschuk- und Palmölplantagen gerodet. Heute sind die verbliebenen Wälder zwar überwiegend geschützt, doch Wilderei, illegaler Holzeinschlag und der Druck des Massentourismus setzen ihnen zu. Der Handel mit Wildtieren – von Schuppentieren bis zu seltenen Vögeln – ist ein besonders großes Problem der Region.
Wie wird der Wald geschützt?
Thailand hat ein Netz von über hundert Nationalparks eingerichtet, darunter Khao Sok und Khao Yai. Ranger bekämpfen Wilderei, und Elefanten-Schutzzentren bieten aus der Arbeit befreiten Tieren ein Zuhause. Ökotourismus mit Kanutouren, Vogelbeobachtung und respektvollen Elefantenbegegnungen hilft, den Wert des intakten Waldes sichtbar zu machen. Mehr dazu im Bereich Regenwaldschutz.
Wo sieht man in Thailand Regenwald?
Am eindrucksvollsten im Khao-Sok-Nationalpark im Süden sowie in Khao Yai nordöstlich von Bangkok. Beide sind gut zugänglich und für ihre Tierwelt bekannt.
Ist der Wald wirklich älter als der Amazonas?
Teile des südthailändischen Regenwaldes gelten als über 160 Millionen Jahre alt und haben mehrere Eiszeiten überdauert – deutlich älter als der heutige Amazonas-Regenwald.
Kann man Elefanten in freier Wildbahn sehen?
Wilde Elefanten leben in mehreren Nationalparks, sind aber scheu. Seriöse, wildtierfreundliche Beobachtungstouren respektieren den nötigen Abstand.
Weitere Regenwaldgebiete der Erde zeigt die Übersicht Länder & Regionen. Verwandte Inselregenwälder beschreiben die Beiträge zu Indonesien und Borneo.
