Das Kongobecken ist mit rund 1,7 bis 2 Millionen Quadratkilometern der zweitgrößte tropische Regenwald der Erde. Er liegt in Zentralafrika und verteilt sich auf sechs Länder. Hier leben Waldelefant, Gorilla, Bonobo und Okapi. Wilderei, Holzeinschlag und Bergbau bedrohen den Wald, der noch weitgehend intakt ist.
Nach dem Amazonas ist das Kongobecken das zweite große grüne Herz der Erde. Weniger bekannt und weniger erforscht, birgt es dennoch eine gewaltige Vielfalt an Leben und speichert riesige Mengen Kohlenstoff, auch in ausgedehnten Torfmooren. Für viele der bekanntesten Menschenaffen ist es der letzte große Rückzugsraum.
| Fläche | rund 1,7 bis 2 Millionen km² Regenwald; zweitgrößtes zusammenhängendes Tropenwaldgebiet der Erde |
|---|---|
| Länder | sechs Staaten: Demokratische Republik Kongo (größter Anteil), Republik Kongo, Gabun, Kamerun, Zentralafrikanische Republik und Äquatorialguinea |
| Klima | tropisch-feucht und ganzjährig warm; hohe Niederschläge, durchzogen vom Kongo, dem wasserreichsten Fluss Afrikas |
| Typische Arten | Afrikanischer Waldelefant, Westlicher und Östlicher Gorilla, Bonobo, Schimpanse, Okapi, Waldbüffel |
| Schutzstatus / Bedrohung | Nationalparks und Schutzgebiete vorhanden; Bedrohungen sind Wilderei, Buschfleischhandel, Holzeinschlag, Bergbau und wachsender Landdruck |
Wie groß ist das Kongobecken?
Das Kongobecken umfasst rund 1,7 bis 2 Millionen Quadratkilometer Regenwald und ist damit das zweitgrößte zusammenhängende Tropenwaldgebiet der Erde, nach dem Amazonas. Durchzogen wird es vom Kongo, dem wasserreichsten Fluss Afrikas. Große Teile des Waldes sind bis heute vergleichsweise gut erhalten, weshalb das Gebiet als einer der bedeutendsten Kohlenstoffspeicher der Erde gilt, verstärkt durch ausgedehnte Torfmoore im Zentrum.
Welche Länder gehören zum Kongobecken?
Der Wald verteilt sich auf sechs zentralafrikanische Länder. Den größten Anteil hat die Demokratische Republik Kongo, gefolgt von der Republik Kongo, Gabun, Kamerun, der Zentralafrikanischen Republik und Äquatorialguinea. Wie beim Amazonas macht die grenzüberschreitende Ausdehnung den Schutz zu einer gemeinsamen Aufgabe der Anrainerstaaten, die dafür teils in regionalen Bündnissen zusammenarbeiten.
Welche Tiere leben im Kongobecken?
Das Kongobecken ist der wichtigste Lebensraum vieler afrikanischer Regenwaldtiere. Hier lebt der Afrikanische Waldelefant, eine eigene, kleinere Elefantenart. Vor allem aber ist es die Heimat mehrerer Menschenaffen: des Gorillas, des nur hier vorkommenden Bonobos und des Schimpansen. Eine zoologische Besonderheit ist das Okapi, ein scheuer Verwandter der Giraffe, der ausschließlich in den Wäldern der Demokratischen Republik Kongo lebt.
Warum ist das Kongobecken für das Klima wichtig?
Das Kongobecken speichert enorme Mengen Kohlenstoff in seinen Wäldern und besonders in den riesigen Torfmooren des zentralen Beckens. Diese Moore binden über Jahrtausende angesammeltes organisches Material. Werden sie entwässert oder der Wald gerodet, droht ein Teil dieses Kohlenstoffs frei zu werden. Zugleich beeinflusst der Wald über seine Verdunstung das Regenmuster weiter Teile Afrikas.
Wodurch ist das Kongobecken bedroht?
Noch ist der Wald großflächig intakt, doch der Druck wächst. Zu den Hauptbedrohungen zählen Wilderei und der Handel mit Buschfleisch, die vor allem große Tiere wie Elefanten und Menschenaffen treffen, sowie industrieller Holzeinschlag, Bergbau und die Ausweitung von Landwirtschaft. Straßenbau erschließt bisher unzugängliche Gebiete und beschleunigt die Entwaldung. Schutzgebiete und die Rechte lokaler Gemeinschaften gelten als Schlüssel zum Erhalt.
Ist das Kongobecken größer oder kleiner als der Amazonas?
Deutlich kleiner. Mit rund 1,7 bis 2 Millionen Quadratkilometern ist es etwa ein Drittel so groß wie der Amazonas, aber weiterhin das zweitgrößte Regenwaldgebiet der Erde.
Wo leben Bonobos?
Bonobos kommen ausschließlich im Kongobecken vor, südlich des Kongo-Flusses in der Demokratischen Republik Kongo. Nirgendwo sonst auf der Welt gibt es sie in freier Wildbahn.
Was ist ein Okapi?
Das Okapi ist ein scheuer Verwandter der Giraffe mit zebraartig gestreiften Beinen. Es lebt versteckt in den dichten Wäldern der Demokratischen Republik Kongo und wurde erst um 1900 wissenschaftlich beschrieben.
Warum sind die Torfmoore im Kongobecken bedeutsam?
Die zentralen Torfmoore speichern über Jahrtausende gewaltige Mengen Kohlenstoff. Bleiben sie feucht und ungestört, wirken sie als riesige Klimapuffer; werden sie entwässert, setzen sie Treibhausgase frei.
Weitere Waldgebiete stellt der Hub Regionen vor. Den Menschenaffen des Beckens widmet sich das Porträt des Gorillas. Die Gefahren für den Wald erklärt der Bereich Bedrohung. Zum Vergleich lohnt der Blick auf den größten Tropenwald, den Amazonas-Regenwald.
