Regenwald in Kolumbien

Regenwald in Kolumbien

Kolumbien gehört zu den artenreichsten Ländern der Erde. Es vereint Amazonas-Tiefland, die extrem feuchte Chocó-Region an der Pazifikküste und die Anden. Besonders der Chocó zählt zu den regenreichsten und vielfältigsten Wäldern überhaupt. Nach dem Bürgerkrieg stieg die Rodung stellenweise an.

Kolumbien gehört zu den artenreichsten Ländern der Erde. Es vereint Amazonas-Tiefland, die extrem feuchte Chocó-Region an der Pazifikküste und die Anden. Besonders der Chocó zählt zu den regenreichsten und vielfältigsten Wäldern überhaupt. Nach dem Bürgerkrieg stieg die Rodung stellenweise an.

Kolumbien ist ein Land der Superlative: Nach Brasilien beherbergt es die zweitmeisten Arten weltweit und ist bei Vögeln und Orchideen sogar Spitzenreiter. Diese Vielfalt entsteht durch das Zusammentreffen dreier großer Naturräume – Amazonas, Anden und die feuchte Pazifikküste – auf dem Gebiet eines einzigen Landes.

Lagenördliches Südamerika, mit Küsten an Pazifik und Karibik
NaturräumeAmazonas-Tiefland, Chocó (Pazifik) und die Anden
Artenvielfalteines der artenreichsten Länder der Welt; Rekord bei Vögeln und Orchideen
Besonderheitder Chocó gehört zu den regenreichsten Regionen der Erde
HauptbedrohungRodung, Bergbau und Landwirtschaft, teils nach Ende des Bürgerkriegs

Was ist das Besondere an der Chocó-Region?

Der Chocó an Kolumbiens Pazifikküste ist einer der feuchtesten Orte der Welt: Vielerorts fallen jährlich mehrere Meter Regen. Diese extreme Nässe hat einen Wald von unglaublicher Fülle hervorgebracht, mit sehr vielen Arten, die es nur hier gibt. Weil der Chocó lange schwer zugänglich war, blieb er lange erhalten – gerät nun aber durch Bergbau und Straßenbau zunehmend unter Druck.

Warum ist Kolumbien so vogelreich?

Nirgendwo auf der Erde wurden mehr Vogelarten gezählt als in Kolumbien. Der Grund ist erneut die Vielfalt der Lebensräume: Vom Meeresspiegel bis zu den hohen Anden, vom trockenen Norden bis zum tropfnassen Chocó findet fast jede Vogelart passende Bedingungen. Kolibris, Tukane, Papageien und unzählige weitere Arten teilen sich dieses Mosaik aus Lebensräumen.

Wie hat der Frieden die Wälder verändert?

Während des jahrzehntelangen bewaffneten Konflikts waren viele Waldgebiete für Außenstehende gesperrt und blieben dadurch ungestört. Mit dem Friedensprozess wurden manche dieser Regionen zugänglich – und stellenweise stieg die Rodung für Viehzucht, Landwirtschaft und Bergbau an. Der Schutz dieser Wälder ist damit auch eine Frage stabiler, gerechter Entwicklung.

Was bedroht Kolumbiens Regenwald?

Zu den Hauptursachen zählen die Umwandlung in Weideland, der Anbau von Nutzpflanzen, illegaler Bergbau und der Straßenbau, der neue Gebiete erschließt. Wie überall im Amazonasraum verstärken sich diese Faktoren gegenseitig. Was dagegen hilft, zeigt der Bereich Regenwaldschutz.

Wusstest du das über Kolumbien?

Kolumbien ist das Land mit den meisten Vogel- und Orchideenarten der Welt. Allein an einem einzigen guten Beobachtungstag lassen sich dort mehr Vogelarten entdecken als in ganz Mitteleuropa das ganze Jahr über.

Warum ist Kolumbien so artenreich?

Weil hier drei große Naturräume – Amazonas, Anden und die feuchte Pazifikküste – zusammentreffen und eine enorme Vielfalt an Lebensräumen bilden.

Was ist der Chocó?

Eine extrem regenreiche Region an Kolumbiens Pazifikküste mit einem der artenreichsten und feuchtesten Wälder der Erde.

Ist Kolumbiens Regenwald sicher zu bereisen?

Viele Gebiete sind heute für naturnahen Tourismus geöffnet. Wie überall gilt: gut informieren und verantwortungsvolle Anbieter wählen.

Welche Bedrohungen gibt es?

Vor allem Rodung für Weiden und Landwirtschaft, illegaler Bergbau und neue Straßen, die den Wald erschließen.

Weitere Länder zeigt die Übersicht zu den Regionen des Regenwaldes. Der große Zusammenhang wird im Amazonas-Regenwald erklärt.