Regenwald in Gabun

Regenwald in Gabun

Gabun ist zu fast 90 Prozent von Regenwald bedeckt und gilt als eines der letzten großen Naturparadiese Afrikas. Im Kongobecken leben hier Waldelefanten, Gorillas und Schimpansen. Der berühmte Loango-Nationalpark zeigt sogar Elefanten am Atlantikstrand.

Gabun ist zu fast 90 Prozent von Regenwald bedeckt und gilt als eines der letzten großen Naturparadiese Afrikas. Im Kongobecken leben hier Waldelefanten, Gorillas und Schimpansen. Der berühmte Loango-Nationalpark zeigt sogar Elefanten am Atlantikstrand.

Wenn ein Land für den intakten Regenwald Afrikas steht, dann Gabun. Der dünn besiedelte Staat am Äquator ist fast vollständig von dichtem Wald des Kongobeckens überzogen – dem zweitgrößten Regenwald der Erde. Weil hier nur wenige Menschen leben, blieb der Wald weitgehend unberührt und beherbergt eine Tierwelt, die anderswo längst verschwunden ist.

LageZentralafrika, am Atlantik und Äquator; westliches Kongobecken
Waldanteilrund 88 Prozent der Landesfläche
Typische TiereWaldelefant, Westlicher Flachlandgorilla, Schimpanse, Mandrill
Bekanntestes GebietLoango-Nationalpark („Afrikas letztes Eden“)
HauptbedrohungHolzeinschlag, Wilderei (Elfenbein), Bergbau

Warum ist Gabun so grün?

Gabun ist eines der am dünnsten besiedelten Länder Afrikas – die meisten Menschen leben in wenigen Städten an der Küste. Dadurch blieb das Landesinnere fast vollständig bewaldet. Anfang der 2000er-Jahre richtete das Land in kurzer Zeit dreizehn Nationalparks ein und setzt seither auf den Schutz seiner Wälder als nationales Kapital. Damit ist Gabun zu einem Vorbild für den Waldschutz in Zentralafrika geworden.

Welche Tiere leben in Gabuns Regenwald?

Durch die Wälder ziehen die scheuen Waldelefanten, in Lichtungen und Sümpfen fressen Familien des Westlichen Flachlandgorillas, und in den Bäumen leben Schimpansen und die farbenprächtigen Mandrills, die in riesigen Horden umherziehen. An der Küste treffen Wald und Meer aufeinander: Im Loango-Nationalpark sieht man Elefanten und Büffel am Atlantikstrand, während vor der Küste Wale und Delfine ziehen.

Was bedroht die Wälder Gabuns?

Trotz des hohen Schutzniveaus lastet Druck auf dem Wald. Die Wirtschaft hängt stark von Erdöl und zunehmend vom Tropenholz ab; der kommerzielle Holzeinschlag erschließt immer neue Gebiete. Die größte Gefahr für die Tierwelt ist jedoch die Wilderei, vor allem auf Elefanten wegen ihres Elfenbeins und auf andere Tiere für den Buschfleischhandel. Neue Straßen und Bergbauprojekte zerschneiden bislang unberührte Wälder.

Wie schützt Gabun seinen Wald?

Mit seinem Netz von Nationalparks, mit Ranger-Einheiten gegen Wilderer und mit dem Modell, sich den Erhalt des Waldes international vergüten zu lassen (etwa über Klimaschutzzahlungen), geht Gabun neue Wege. Als eines der ersten Länder erhielt es Gelder dafür, dass seine Wälder große Mengen Kohlenstoff speichern. Wie Waldschutz und Klimaschutz zusammenhängen, zeigt der Beitrag zum Regenwaldschutz.

Wie viel von Gabun ist Regenwald?

Rund 88 Prozent der Landesfläche sind bewaldet – einer der höchsten Waldanteile weltweit.

Kann man dort Elefanten am Strand sehen?

Ja. Der Loango-Nationalpark ist berühmt dafür, dass Waldelefanten, Büffel und Flusspferde bis an den Atlantikstrand kommen – ein weltweit einzigartiges Bild.

Gehört Gabun zum Kongobecken?

Ja, sein Regenwald bildet den westlichen Teil des Kongobeckens, des zweitgrößten zusammenhängenden Regenwaldes der Erde.

Weitere Regenwaldgebiete der Erde zeigt die Übersicht Länder & Regionen. Das größere Waldreich, zu dem Gabun gehört, beschreibt der Beitrag zum Kongobecken.