Brasilien beherbergt den größten Anteil am Amazonas-Regenwald – rund 60 Prozent. Daneben liegen hier der stark bedrohte Atlantische Regenwald und das artenreiche Pantanal. Kein Land der Erde ist so reich an Arten. Zugleich ist Brasilien einer der Brennpunkte der Regenwaldrodung.
Brasilien ist das Regenwald-Land schlechthin. Mehr als die Hälfte des größten Regenwaldes der Welt liegt auf seinem Staatsgebiet, und mit einer beispiellosen Vielfalt an Tieren und Pflanzen ist es das artenreichste Land der Erde. Doch gerade hier entscheidet sich auch die Zukunft des Amazonas – im Ringen zwischen Schutz und Rodung.
| Lage | Südamerika; größter Anteil am Amazonasbecken |
|---|---|
| Anteil am Amazonas | rund 60 Prozent des Amazonas-Regenwaldes |
| Weitere Wälder | Atlantischer Regenwald (Mata Atlântica), Feuchtgebiet Pantanal |
| Artenvielfalt | das artenreichste Land der Welt |
| Hauptbedrohung | Rodung für Rinderweiden und Sojaanbau („Abholzungsbogen“) |
Wo liegt der brasilianische Regenwald?
Der weitaus größte Teil ist der brasilianische Anteil am Amazonas-Regenwald im Norden und Westen des Landes, mit Städten wie Manaus und Belém als Tore zum Wald. Im Osten und Süden liegt zudem der Atlantische Regenwald – ein einst riesiger Küstenwald, von dem heute nur noch kleine, verstreute Reste erhalten sind. Hinzu kommt das Pantanal, das größte Binnenland-Feuchtgebiet der Erde.
Warum ist Brasilien so artenreich?
Die Kombination aus riesiger Fläche, tropischem Klima und sehr unterschiedlichen Lebensräumen macht Brasilien einzigartig. Hier leben Jaguar, Faultier, Ara, Tukan, unzählige Frösche und Insekten sowie Tausende Pflanzenarten. Viele davon kommen nur in einem einzigen Winkel des Landes vor. Der Atlantische Regenwald zum Beispiel beherbergt zahlreiche Arten, die es nirgendwo sonst gibt.
Was bedroht Brasiliens Wälder?
Am stärksten trifft es den Amazonas entlang des sogenannten Abholzungsbogens im Süden und Osten, wo Wald in Rinderweiden und Sojafelder umgewandelt wird. Der Atlantische Regenwald ist bereits zu einem großen Teil verschwunden. Politische Entscheidungen haben starken Einfluss: Je nach Regierung steigen oder sinken die Rodungszahlen deutlich.
Wer schützt den Wald in Brasilien?
Eine zentrale Rolle spielen die indigenen Völker: Auf ihren anerkannten Gebieten bleibt der Wald am besten erhalten. Völker wie die Kayapó und Yanomami verteidigen große, zusammenhängende Waldflächen. Hinzu kommen Nationalparks, Schutzgebiete und internationale Programme. Wie jeder Einzelne beitragen kann, zeigt der Bereich Regenwaldschutz.
Wusstest du das über Brasiliens Regenwald?
Der Atlantische Regenwald an Brasiliens Küste galt einst als ähnlich riesig wie der Amazonas. Über Jahrhunderte wurde er für Städte, Zuckerrohr und Kaffee gerodet, sodass heute nur noch ein kleiner Bruchteil übrig ist – und doch beherbergt dieser Rest noch eine der höchsten Artendichten der Welt.
Wie viel des Amazonas liegt in Brasilien?
Etwa 60 Prozent des gesamten Amazonas-Regenwaldes befinden sich auf brasilianischem Staatsgebiet – mehr als in jedem anderen Land.
Was ist die Mata Atlântica?
Der Atlantische Regenwald entlang der brasilianischen Küste. Er ist stark geschrumpft, aber extrem artenreich und beherbergt viele nur dort vorkommende Arten.
Warum schwanken die Rodungszahlen so stark?
Weil politische Entscheidungen, Kontrollen und wirtschaftliche Anreize großen Einfluss haben. Strengere Politik senkt die Rodung, laxere lässt sie steigen.
Weitere Regionen findest du in der Übersicht zu den Regionen des Regenwaldes. Das Herzstück beschreibt der Beitrag zum Amazonas-Regenwald.
