Zimtbaum (Cinnamomum verum)

Zimtbaum (Cinnamomum verum)

Der Zimtbaum (Cinnamomum verum) ist ein immergrüner Baum Süd- und Südostasiens. Das Gewürz Zimt gewinnt man aus seiner inneren Rinde, die abgeschält, getrocknet und zu den bekannten Stangen gerollt wird. Echter Ceylon-Zimt gilt als besonders fein und stammt vor allem aus Sri Lanka.

Der Zimtbaum (Cinnamomum verum) ist ein immergrüner Baum Süd- und Südostasiens. Das Gewürz Zimt gewinnt man aus seiner inneren Rinde, die abgeschält, getrocknet und zu den bekannten Stangen gerollt wird. Echter Ceylon-Zimt gilt als besonders fein und stammt vor allem aus Sri Lanka.

Zimt ist eines der ältesten und wertvollsten Gewürze der Menschheit – einst so kostbar, dass er als Geschenk für Könige galt. Hinter dem vertrauten Duft steckt ein unscheinbarer immergrüner Baum der Tropen, dessen wahres Gold nicht in Früchten oder Samen liegt, sondern in seiner Rinde.

FamilieLorbeergewächse (Lauraceae)
Wuchsformimmergrüner Baum, im Anbau als niedriger Busch gehalten
HerkunftSri Lanka und Südindien; angebaut in vielen tropischen Ländern
Nutzunggetrocknete Innenrinde als Gewürz (Stangen und Pulver), Zimtöl
Besonderheitechter Ceylon-Zimt gilt als edler und gesünder als der günstigere Cassia-Zimt

Wie wird aus einem Baum das Gewürz Zimt?

Zimt ist die getrocknete innere Rinde des Zimtbaums. Um sie zu gewinnen, werden die Bäume regelmäßig bodennah zurückgeschnitten, sodass viele dünne Triebe nachwachsen. Von diesen Trieben schält man vorsichtig die äußere Borke ab und löst darunter die zarte Innenrinde. Beim Trocknen rollt sich diese von selbst zu den bekannten Röhrchen zusammen – den Zimtstangen. Aus mehreren ineinandergeschobenen Rindenschichten entstehen so die feinen Stangen des Ceylon-Zimts.

Was unterscheidet Ceylon-Zimt von Cassia-Zimt?

Im Handel gibt es zwei Hauptsorten. Der echte Ceylon-Zimt vom Baum Cinnamomum verum ist hell, blättert in vielen dünnen Schichten und schmeckt mild und fein. Der günstigere Cassia-Zimt stammt von verwandten Arten, ist dunkler, dicker und kräftiger im Geschmack. Cassia enthält allerdings deutlich mehr Cumarin, einen Stoff, der in großen Mengen der Gesundheit schaden kann. Für den täglichen Gebrauch gilt Ceylon-Zimt daher als die bessere Wahl.

Wächst Zimt im Regenwald?

Der Zimtbaum stammt aus den immergrünen Feuchtwäldern Sri Lankas und Südindiens und ist an das warme, feuchte Tropenklima angepasst. Angebaut wird er heute in vielen tropischen Ländern, oft in Mischkulturen mit anderen Gewürz- und Nutzpflanzen. Solche vielfältigen Anbausysteme können – anders als große Monokulturen – einen Teil der Artenvielfalt bewahren und stehen damit dem naturnahen Waldgarten näher als der industriellen Plantage.

Wusstest du das über den Zimtbaum?

Im Altertum war die Herkunft des Zimts ein streng gehütetes Geheimnis. Händler erfanden abenteuerliche Geschichten von riesigen Vögeln, die die Rinde aus fernen Ländern herbeischafften, um Käufer über den wahren Ursprung im Dunkeln zu lassen und hohe Preise zu rechtfertigen. Erst viel später wurde klar, dass der kostbare Stoff schlicht die Rinde eines Baumes ist.

Welcher Teil des Zimtbaums ist das Gewürz?

Ausschließlich die getrocknete Innenrinde. Blätter und Wurzeln liefern zusätzlich ätherische Öle, doch das eigentliche Gewürz ist die Rinde.

Ist Zimt gesund?

In üblichen Mengen ja; ihm werden verdauungsfördernde Eigenschaften nachgesagt. Große Mengen Cassia-Zimt sollte man wegen des Cumaringehalts meiden.

Warum rollt sich Zimt zu Stangen?

Die dünne Innenrinde krümmt sich beim Trocknen von selbst und rollt sich zu Röhrchen zusammen – daraus entstehen die Zimtstangen.

Woran erkenne ich echten Ceylon-Zimt?

An der hellen Farbe und den vielen dünnen, brüchigen Schichten. Cassia-Stangen sind dunkler, dicker und bestehen aus einer einzigen festen Rindenschicht.

Weitere Gewürz- und Nutzpflanzen zeigt die Übersicht zur Pflanzenwelt des Regenwaldes. Eine weitere aus dem Wald stammende Gewürzpflanze ist die Vanille.