Teakbaum (Tectona grandis)

Teakbaum (Tectona grandis)

Der Teakbaum (Tectona grandis) stammt aus den Monsunwäldern Süd- und Südostasiens und liefert eines der wertvollsten und wetterfestesten Tropenhölzer. Sein von Natur aus öliges Holz trotzt Wasser, Sonne und Insekten. Deshalb ist Teak für Schiffsdecks und Gartenmöbel gefragt – und wird weltweit in Plantagen angebaut.

Der Teakbaum (Tectona grandis) stammt aus den Monsunwäldern Süd- und Südostasiens und liefert eines der wertvollsten und wetterfestesten Tropenhölzer. Sein von Natur aus öliges Holz trotzt Wasser, Sonne und Insekten. Deshalb ist Teak für Schiffsdecks und Gartenmöbel gefragt – und wird weltweit in Plantagen angebaut.

Teak gilt als der König der Tropenhölzer. Über Jahrhunderte baute man daraus Schiffe, Paläste und Tempel, weil das Holz selbst unter härtesten Bedingungen kaum verwittert. Der Baum, der dieses Material liefert, ist ein imposanter Laubbaum der saisonal trockenen Tropenwälder Asiens mit auffällig großen Blättern.

FamilieLippenblütlerartige (Lamiaceae)
Wuchshöhe30–40 m
Verbreitungursprünglich Indien, Myanmar, Thailand, Laos; heute Plantagen weltweit in den Tropen
NutzungEdelholz für Schiffbau, Gartenmöbel, Terrassen, Furniere
Besonderheitwirft in der Trockenzeit die Blätter ab (laubabwerfend)

Warum ist Teakholz so widerstandsfähig?

Das Geheimnis von Teak liegt in seinem hohen natürlichen Gehalt an Ölen und Kautschukstoffen. Diese durchtränken das Kernholz, halten Feuchtigkeit ab und schrecken Pilze und Insekten ab. Dadurch verrottet Teak selbst im Freien und im Salzwasser über Jahrzehnte kaum, quillt und schwindet wenig und muss nicht chemisch behandelt werden. Genau deshalb war es lange das bevorzugte Holz für Schiffsdecks und ist bis heute für Gartenmöbel und Terrassen beliebt.

Woher kommt das meiste Teak?

Ursprünglich stammt Teak aus den Monsunwäldern Indiens, Myanmars und Thailands. Weil die natürlichen Bestände durch jahrhundertelange Nutzung stark geschrumpft sind und der Einschlag vielerorts eingeschränkt wurde, kommt heute ein großer Teil des Handelsteaks aus Plantagen – nicht nur in Asien, sondern auch in Afrika und Lateinamerika. Plantagenteak entlastet die letzten Naturwälder, erreicht aber oft nicht ganz die Holzqualität langsam gewachsener alter Bäume.

Ist der Kauf von Teakmöbeln unbedenklich?

Das hängt von der Herkunft ab. Teak aus zertifizierten, nachhaltig bewirtschafteten Plantagen ist eine vertretbare Wahl, erkennbar etwa am FSC-Siegel. Problematisch ist dagegen Holz aus illegalem Einschlag in Naturwäldern, das den Lebensraum vieler Arten zerstört. Wer auf anerkannte Siegel achtet, unterstützt den Schutz der Wälder statt ihres Raubbaus.

Wusstest du das über den Teakbaum?

Die Blätter des Teakbaums sind riesig – bis zu einen halben Meter lang – und fühlen sich rau wie Sandpapier an. Zerreibt man ein junges Blatt, tritt ein rötlicher Saft aus, mit dem in manchen Regionen früher Stoffe gefärbt wurden. In der Trockenzeit steht der Baum kahl, um Wasser zu sparen, und treibt mit dem ersten Monsunregen kräftig neu aus.

Ist Teak ein Regenwaldbaum?

Teak wächst vor allem in saisonal trockenen Monsunwäldern, nicht im immerfeuchten Regenwald. Beide gehören jedoch zu den tropischen Wäldern, deren Schutz eng zusammenhängt.

Warum ist Teak so teuer?

Wegen seiner außergewöhnlichen Haltbarkeit, der langen Wachstumszeit und der begrenzten Verfügbarkeit von hochwertigem, langsam gewachsenem Holz.

Muss man Teakmöbel pflegen?

Kaum. Unbehandelt vergraut Teak im Freien zu einem edlen Silbergrau, bleibt dabei aber stabil. Mit Öl lässt sich der ursprüngliche warme Farbton erhalten.

Wie alt wird ein Teakbaum?

In der Natur kann er über hundert Jahre alt werden. Plantagenbäume werden dagegen oft schon nach 20 bis 30 Jahren geerntet.

Weitere Bäume und Edelhölzer zeigt die Übersicht zur Pflanzenwelt des Regenwaldes. Wie ein anderes begehrtes Tropenholz unter Druck geriet, liest du im Beitrag über das Mahagoni.