Palisander (Dalbergia)

Palisander (Dalbergia)

Palisander (Gattung Dalbergia), auch Rosenholz genannt, liefert ein dunkles, wohlriechendes Edelholz für Musikinstrumente und Luxusmöbel. Der hohe Wert hat viele Arten an den Rand der Ausrottung gebracht. Rosenholz gilt heute als eines der am stärksten illegal gehandelten Naturprodukte der Welt.

Palisander (Gattung Dalbergia), auch Rosenholz genannt, liefert ein dunkles, wohlriechendes Edelholz für Musikinstrumente und Luxusmöbel. Der hohe Wert hat viele Arten an den Rand der Ausrottung gebracht. Rosenholz gilt heute als eines der am stärksten illegal gehandelten Naturprodukte der Welt.

Palisander steht für Klang und Luxus – und zugleich für die stille Plünderung tropischer Wälder. Aus seinem tiefdunklen, dicht gemaserten Holz entstehen die klangvollsten Gitarren, edle Möbel und feine Furniere. Genau dieser Wert ist der Fluch der Bäume: Für ein einziges Instrument werden mancherorts uralte Riesen aus dem Wald geschlagen.

FamilieHülsenfrüchtler (Fabaceae), Gattung Dalbergia
Wuchshöheje nach Art bis etwa 25–30 m
Verbreitungtropische Wälder Lateinamerikas, Afrikas, Madagaskars und Südasiens
NutzungKlanghölzer für Gitarren, Möbel, Furniere, Kunsthandwerk
Schutzstatusalle Dalbergia-Arten stehen unter dem Washingtoner Artenschutzabkommen (CITES)

Warum ist Palisanderholz so begehrt?

Palisander vereint seltene Eigenschaften: Es ist sehr dicht und hart, weist eine tiefdunkle, oft violett bis schwarzbraun gestreifte Maserung auf und verströmt beim Bearbeiten einen zart rosigen Duft, dem es den Namen Rosenholz verdankt. Vor allem im Instrumentenbau ist es berühmt, weil es dem Klang von Gitarren Wärme und Volumen verleiht. Diese Kombination aus Schönheit, Klang und Seltenheit treibt den Preis in die Höhe.

Warum ist Rosenholz so stark bedroht?

Der hohe Wert macht Palisander zum Ziel von Wilderei und Schmuggel. Vor allem der Boom nach edlen Möbeln hat dazu geführt, dass Rosenholz nach Handelswert zu den am häufigsten illegal gehandelten wild lebenden Arten der Welt zählt – noch vor Elfenbein oder Nashorn. Ganze Wälder auf Madagaskar und in Südostasien wurden geplündert. Weil die Bäume nur langsam nachwachsen, sind viele Dalbergia-Arten inzwischen gefährdet oder stark gefährdet.

Wie werden Palisander-Bäume geschützt?

Seit 2017 stehen sämtliche Palisander-Arten unter dem Schutz des Washingtoner Artenschutzabkommens. Der internationale Handel ist damit streng geregelt und benötigt Genehmigungen. Musiker, Instrumentenbauer und Möbelkäufer sind aufgerufen, auf legale Herkunft und Zertifikate zu achten oder auf Alternativhölzer auszuweichen. Nur so lässt sich der Druck von den letzten Beständen nehmen – ein wichtiger Beitrag zum Regenwaldschutz.

Wusstest du das über Palisander?

Nicht jedes „Palisander“ im Handel stammt vom selben Baum: Der Name umfasst zahlreiche Dalbergia-Arten von drei Kontinenten, die sich in Farbe und Klang unterscheiden. Besonders berühmt ist das brasilianische Rio-Palisander, dessen Handel bereits seit Jahrzehnten verboten ist – alte Instrumente aus diesem Holz erzielen heute Sammlerpreise.

Ist Palisander dasselbe wie Rosenholz?

Ja, beide Namen bezeichnen die Hölzer der Gattung Dalbergia. „Rosenholz“ spielt auf den rosigen Duft an, der beim Sägen entsteht.

Darf man Gitarren mit Palisander noch kaufen?

Ja, sofern das Holz legal und dokumentiert ist. Der Handel unterliegt CITES; viele Hersteller weichen inzwischen auf zertifizierte oder alternative Hölzer aus.

Warum wird Rosenholz mehr geschmuggelt als Elfenbein?

Weil die Nachfrage nach edlen Möbeln und Instrumenten riesig ist und ein einzelner Stamm sehr viel Geld bringt. Nach Handelswert übertrifft Rosenholz andere geschmuggelte Naturprodukte.

Wächst Palisander schnell nach?

Nein. Dalbergia-Bäume wachsen langsam und brauchen Jahrzehnte bis zur nutzbaren Größe, weshalb Raubbau kaum auszugleichen ist.

Weitere Edelhölzer und ihre Geschichte zeigt die Übersicht zur Pflanzenwelt des Regenwaldes. Ein weiteres begehrtes und bedrohtes Tropenholz ist das Mahagoni.