Kurkuma (Curcuma longa)

Kurkuma (Curcuma longa)

Kurkuma (Curcuma longa), auch Gelbwurz genannt, ist eine tropische Pflanze aus Südasien. Ihr leuchtend orangegelbes Rhizom färbt und würzt Currys und gilt seit Jahrtausenden als Heilpflanze. Sie gehört wie der Ingwer zu den Ingwergewächsen.

Kurkuma (Curcuma longa), auch Gelbwurz genannt, ist eine tropische Pflanze aus Südasien. Ihr leuchtend orangegelbes Rhizom färbt und würzt Currys und gilt seit Jahrtausenden als Heilpflanze. Sie gehört wie der Ingwer zu den Ingwergewächsen.

Kurkuma ist das goldene Gewürz der Tropen. Ihr auffälligstes Merkmal steckt unter der Erde: ein knolliges Rhizom, das im Inneren leuchtend orange gefärbt ist und alles, was es berührt, satt gelb einfärbt. Oberirdisch bildet die Pflanze große, elegante Blätter und teils prächtige Blütenstände. Aus ihrer Heimat Südasien ist Kurkuma bis heute aus der indischen Küche und Heilkunde nicht wegzudenken.

HerkunftSüdasien (Indien, Südostasien)
FamilieIngwergewächse (Zingiberaceae)
Wuchshöheetwa 0,8–1 m
Nutzbarer Teildas leuchtend orange Rhizom
FarbstoffCurcumin (intensiv gelb)
NutzungGewürz, Farbstoff, Heilpflanze

Was ist Kurkuma – Wurzel oder Knolle?

Wie beim Ingwer ist der genutzte Teil ein Rhizom – ein verdickter, unterirdischer Spross. Zur Ernte gräbt man die Rhizome aus, kocht und trocknet sie und mahlt sie zu jenem leuchtend gelben Pulver, das man als Currygewürz kennt. Kurkuma und Ingwer gehören zur selben Pflanzenfamilie und sehen einander unter der Erde sehr ähnlich – nur ist das Innere der Kurkuma leuchtend orange statt blassgelb.

Warum färbt Kurkuma so intensiv?

Für die kräftige Farbe sorgt der Naturfarbstoff Curcumin. Er färbt nicht nur Speisen, sondern auch Textilien: In Indien werden mit Kurkuma traditionell Gewänder und die Roben von Mönchen gefärbt. In der Küche gibt Kurkuma vielen Curry-Mischungen ihre typische goldene Farbe und einen erdig-milden Geschmack. Vorsicht: Die Flecken auf Kleidung und Händen sind hartnäckig.

Warum gilt Kurkuma als Heilpflanze?

In der traditionellen indischen Medizin (Ayurveda) wird Kurkuma seit über zweitausend Jahren verwendet – innerlich wie äußerlich. Die moderne Forschung untersucht vor allem die entzündungshemmenden Eigenschaften des Curcumins, wobei der Körper es allerdings nur schlecht aufnimmt (die Kombination mit schwarzem Pfeffer soll das verbessern). Kurkuma reiht sich damit ein in die vielen Heilpflanzen, die aus den Tropen stammen – ersetzt aber keine ärztliche Behandlung.

Wusstest du das über Kurkuma?

Kurkuma reagiert wie ein natürliches Farbmessgerät: In saurer Umgebung bleibt sie gelb, in alkalischer schlägt sie ins Rotbraune um. Deshalb dient Kurkumapapier im Labor als einfacher Indikator. Und die berühmte Farbe des Curry-Pulvers stammt fast ausschließlich von diesem einen goldenen Rhizom.

Ist Kurkuma mit Ingwer verwandt?

Ja, beide gehören zur Familie der Ingwergewächse und bilden würzige Rhizome. Kurkuma liefert das gelbe, Ingwer das scharfe Gewürz.

Warum wird Kurkuma mit Pfeffer kombiniert?

Der Körper nimmt den Wirkstoff Curcumin nur schlecht auf. Piperin aus schwarzem Pfeffer soll diese Aufnahme deutlich verbessern – daher die häufige Kombination.

Färbt Kurkuma wirklich alles gelb?

Ja. Der Farbstoff Curcumin ist sehr intensiv und färbt Speisen, Textilien und Haut. Flecken auf Kleidung sind nur schwer zu entfernen.

Woher stammt Kurkuma?

Aus Südasien. Indien ist bis heute der mit Abstand größte Erzeuger und Verbraucher.

Weitere Gewürz- und Heilpflanzen der Tropen zeigt die Übersicht zur Pflanzenwelt des Regenwaldes. Ihre nächste Verwandte ist der Ingwer.