Baumfarn (Cyathea)

Baumfarn (Cyathea)

Baumfarne (Cyathea u. a.) sind uralte Farnpflanzen, die einen baumartigen Stamm und eine Krone großer Wedel bilden. Sie stammen aus der Zeit der Dinosaurier und wachsen heute vor allem in feuchten Berg- und Nebelwäldern. Statt Samen bilden sie Sporen.

Baumfarne (Cyathea u. a.) sind uralte Farnpflanzen, die einen baumartigen Stamm und eine Krone großer Wedel bilden. Sie stammen aus der Zeit der Dinosaurier und wachsen heute vor allem in feuchten Berg- und Nebelwäldern. Statt Samen bilden sie Sporen.

Wer durch einen Nebelwald wandert, fühlt sich beim Anblick der Baumfarne in die Urzeit versetzt. Aus einem schlanken, faserigen „Stamm“ entrollt sich hoch oben eine Krone aus mächtigen, gefiederten Wedeln. Baumfarne gehören zu den ältesten Landpflanzen der Erde – ihre Vorfahren beschatteten schon die Wälder, in denen die Dinosaurier lebten. Deshalb nennt man sie oft „lebende Fossilien“.

Verbreitungfeuchte Tropen und Subtropen weltweit, vor allem in Bergwäldern
GruppeFarne (Gefäßsporenpflanzen), Gattung Cyathea u. a.
Wuchshöheje nach Art bis etwa 10–20 m
Vermehrungüber Sporen (keine Blüten, keine Samen)
Alter der GruppeVorfahren seit über 300 Millionen Jahren
Besonderheit„lebende Fossilien“ aus der Zeit der Dinosaurier

Sind Baumfarne echte Bäume?

Nein. Obwohl sie wie kleine Palmen aussehen, sind Baumfarne keine „richtigen“ Bäume: Ihr Stamm besteht nicht aus Holz, sondern aus einem festen Geflecht abgestorbener Blattbasen und zahlloser Luftwurzeln, die den Scheinstamm zusammenhalten und stützen. Auch bilden Farne keine Blüten und keine Jahresringe. Was aussieht wie ein Baumstamm, ist also eher ein aufrechtes Rhizom im Wurzelmantel.

Wie vermehren sich Baumfarne ohne Samen?

Farne gehören zu den urtümlichen Pflanzen, die es schon vor den Blütenpflanzen gab. Statt Samen bilden sie an der Unterseite ihrer Wedel millionenfach winzige Sporen. Vom Wind verweht, keimen diese in feuchtem Moos zu einem kleinen Vorkeim, auf dem sich erst die Geschlechtszellen bilden – aus deren Verschmelzung wächst dann der neue Farn. Für diesen zweistufigen Weg brauchen Baumfarne viel Feuchtigkeit, weshalb sie Nebel- und Regenwälder lieben.

Wo wachsen Baumfarne im Regenwald?

Am wohlsten fühlen sich Baumfarne im kühlen, dauerfeuchten Schatten der Bergnebelwälder – etwa in den Anden, in Mittelamerika, Südostasien, Neuseeland und auf tropischen Inseln. Dort bilden sie oft ganze „Farnwälder“ im Unterwuchs und an Bachläufen. Sie sind ein Zeichen für intakte, feuchte Wälder und ein wichtiger Lebensraum: In ihren Wedelkronen und am feuchten Stamm siedeln sich Moose, Flechten und kleine Aufsitzerpflanzen an.

Wusstest du das über Baumfarne?

Die jungen, noch eingerollten Wedel der Farne heißen „Fiddleheads“ (Geigenköpfe), weil sie an die Schnecke einer Geige erinnern. Bei manchen Arten sind sie essbar, bei anderen leicht giftig. Baumfarne wachsen extrem langsam – ein hoher Stamm kann viele Jahrzehnte, bei manchen Arten über hundert Jahre alt sein.

Blühen Baumfarne?

Nein. Farne bilden keine Blüten und keine Samen, sondern vermehren sich über Sporen. Sie gehören zu den ursprünglichen Pflanzen, die es schon vor den Blütenpflanzen gab.

Wie alt können Baumfarne werden?

Sie wachsen sehr langsam; einzelne Stämme können viele Jahrzehnte, manche über hundert Jahre alt werden.

Warum nennt man sie lebende Fossilien?

Weil ihre Vorfahren schon vor über 300 Millionen Jahren wuchsen und die heutigen Baumfarne ihnen noch sehr ähneln – sie stammen aus der Zeit der Dinosaurier.

Kann man Baumfarne im Garten halten?

In milden, feuchten Klimazonen ja; sie sind beliebte Zierpflanzen. Sie brauchen jedoch schattige, sehr feuchte Standorte und vertragen kaum Frost.

Weitere urtümliche und blütenlose Pflanzen der Tropen zeigt die Übersicht zur Pflanzenwelt des Regenwaldes. Warum gerade Bergnebelwälder so besonders sind, erklärt der Beitrag zum Vorkommen des Regenwaldes.