Banane (Musa)

Banane (Musa)

Die Banane (Gattung Musa) ist keine Palme und kein Baum, sondern die größte krautige Pflanze der Welt. Ihr scheinbarer Stamm besteht nur aus eng gerollten Blattscheiden. Sie stammt aus den Regenwäldern Südostasiens. Unsere kernlosen Kulturbananen werden über Ableger vermehrt.

Die Banane (Gattung Musa) ist keine Palme und kein Baum, sondern die größte krautige Pflanze der Welt. Ihr scheinbarer Stamm besteht nur aus eng gerollten Blattscheiden. Sie stammt aus den Regenwäldern Südostasiens. Unsere kernlosen Kulturbananen werden über Ableger vermehrt.

Die Banane ist eine der bekanntesten Früchte der Welt – und zugleich eine botanische Überraschung. Was wie ein Baumstamm aussieht, ist gar kein Holz, und was wir als Frucht essen, hat mit der wilden Urform nur noch wenig gemein. Ihren Ursprung hat die Banane in den feuchten Wäldern Südostasiens.

FamilieBananengewächse (Musaceae), Gattung Musa
Wuchsformriesige Staude; „Scheinstamm“ aus Blattscheiden, kein Holz
Wuchshöheje nach Sorte 2–9 m
Herkunfttropisches Südostasien und Ozeanien
Bedeutungeines der wichtigsten Grundnahrungsmittel der Tropen

Warum ist die Banane keine Palme?

Obwohl sie oft „Bananenbaum“ oder „Bananenpalme“ genannt wird, ist die Banane botanisch eine krautige Pflanze – die größte der Welt. Ihr aufrechter Scheinstamm besteht nicht aus Holz, sondern aus den dicht ineinander gerollten Blattscheiden. In seinem Inneren wächst der eigentliche Blütenstand nach oben, bis er an der Spitze austritt. Nach der Fruchtbildung stirbt der Scheinstamm ab, während aus dem unterirdischen Wurzelstock bereits neue Triebe sprießen.

Warum haben unsere Bananen keine Kerne?

Wilde Bananen sind voller harter, erbsengroßer Samen und kaum genießbar. Unsere Speisebananen stammen von kernlosen Zuchtformen ab, die keine keimfähigen Samen mehr bilden. Fortpflanzen können sie sich deshalb nur ungeschlechtlich über Ableger, sogenannte Kindel, die am Wurzelstock entstehen. Das bedeutet: Die meisten Bananen einer Sorte sind genetisch nahezu identische Klone.

Warum macht die Klon-Vermehrung die Banane verwundbar?

Weil Millionen Bananenpflanzen weltweit genetisch fast gleich sind, trifft eine neue Krankheit sie alle auf einmal. Schon einmal wurde die damals führende Sorte durch eine Pilzkrankheit weitgehend vernichtet. Auch die heute dominierende Handelssorte ist durch eine aggressive Pilzerkrankung bedroht. Fehlende genetische Vielfalt macht die Kulturpflanze anfällig – ein Problem, das viele Monokulturen teilen.

Wusstest du das über die Banane?

Botanisch ist die Banane eine Beere. Der violette „Knospenkegel“ am Ende des herabhängenden Fruchtstandes ist ein Bündel aus Hochblättern, unter denen die weiblichen Blüten sitzen, aus denen die Früchte entstehen. In vielen tropischen Ländern werden zudem stärkereiche Kochbananen als sättigende Beilage angebaut, ganz ähnlich wie bei uns die Kartoffel.

Wächst die Banane im Regenwald wild?

Wildbananen wachsen in den Wäldern Südostasiens, meist an Lichtungen und Waldrändern mit viel Licht. Sie sind allerdings kleiner und samenreich.

Wie lange dauert es bis zur Ernte?

Von der Pflanzung bis zur ersten Ernte vergehen je nach Sorte und Klima etwa neun bis zwölf Monate. Danach bildet der Wurzelstock rasch neue Triebe.

Sind grüne und gelbe Bananen verschiedene Sorten?

Nicht unbedingt. Meist ist es dieselbe Frucht in verschiedenen Reifestadien. Daneben gibt es aber auch eigenständige Kochbananensorten, die grün geerntet und gegart werden.

Warum ist die Banane krumm?

Die einzelnen Früchte wenden sich beim Wachsen dem Licht entgegen und biegen sich dabei nach oben – daraus entsteht die typische gebogene Form.

Weitere Nutzpflanzen des Regenwaldes zeigt die Übersicht zur Pflanzenwelt des Regenwaldes. Wie stark der Anbau von Monokulturen den Wald verändert, beschreibt der Beitrag zur Bedrohung des Regenwaldes.